Breite, Tiefe, Höhen und Hindernisse: Mit dieser Anleitung erfassen Sie die wichtigsten Maße für Ihre Online-Konfiguration.
6 Min. LesezeitStand: September 2026BEK Fachratgeber
Ein gutes Aufmaß ist die Grundlage für eine passende Maßanfertigung. Sie brauchen dafür kein Profiwerkzeug – aber Sie sollten systematisch vorgehen und die Einbausituation vollständig dokumentieren.
Terrassendach in 6 Schritten richtig ausmessen
Ein Laserentfernungsmesser ist ideal. Mit einem guten Maßband funktioniert es ebenfalls.
1
Breite an der Hauswand messenMessen Sie die gewünschte Außenbreite des Dachs von links nach rechts. Prüfen Sie, ob seitlich Fallrohre, Mauervorsprünge, Fensterläden oder andere Bauteile Platz benötigen.
2
Tiefe horizontal bestimmenMessen Sie von der Hauswand waagerecht bis zur gewünschten Vorderkante. Gemeint ist die Ausladung in der Draufsicht – nicht die schräge Länge der späteren Dacheindeckung.
3
Anschlusshöhe prüfenMessen Sie die verfügbare Höhe dort, wo das Wandprofil sitzen soll. Achten Sie besonders auf Fenster, Rollladenkästen, Dachüberstände und Außenleuchten.
4
Vordere Durchgangshöhe bedenkenÜberlegen Sie, welche lichte Höhe Sie an der Vorderseite mindestens benötigen. Das Gefälle und die konstruktiven Vorgaben werden anschließend technisch geprüft.
5
Hindernisse dokumentierenNotieren Sie Fallrohre, Steckdosen, Leitungen, Vorsprünge, Mauern und angrenzende Dächer. Messen Sie deren Position möglichst von einer festen Ecke aus.
6
Fotos machenFotografieren Sie die komplette Hauswand, beide Seiten und den Terrassenbereich. So kann unser Team Ihre Angaben beim kostenlosen Foto-Check besser nachvollziehen.
Breite: Wo genau messe ich?
Bei einer Wandmontage ist die Breite die gewünschte Dachbreite entlang der Hauswand. Messen Sie nicht nur die freie Terrassenfläche, sondern prüfen Sie auch, ob links und rechts genügend Platz für Konstruktion, Rinne, Entwässerung oder angrenzende Bauteile bleibt.
Wenn die Wand oder Terrasse nicht rechtwinklig wirkt, messen Sie kritische Bereiche lieber zweimal. Bei Nischen oder Mauern sind zusätzliche Kontrollmaße besonders hilfreich.
Tiefe: Horizontal statt schräg messen
Die Tiefe beziehungsweise Ausladung wird üblicherweise horizontal von der Hauswand bis zur Vorderkante betrachtet. Die spätere Dachfläche ist wegen des Gefälles länger. Diese schräge Länge müssen Sie für die Online-Konfiguration nicht selbst berechnen.
Prüfen Sie am Boden, wo die vorderen Pfosten sinnvoll stehen können und ob dort Fundamente hergestellt werden können.
Welche Fotos helfen uns am meisten?
Ein Gesamtfoto der Hauswand mit der kompletten geplanten Dachfläche
Ein Foto von links und eines von rechts
Detailbilder von Rollladenkästen, Fallrohren, Dachüberständen oder Vorsprüngen
Ein Foto vom Bodenbereich an den geplanten Pfostenpositionen
Bei Grenznähe ein Foto, das die Situation zum Nachbargrundstück zeigt
Häufige Fragen
Muss ich das Dachgefälle selbst berechnen?+
Nein. Für die erste Online-Konfiguration reichen die geforderten Projektmaße. Gefälle und technische Machbarkeit werden systembezogen geprüft.
Soll ich das Terrassenmaß oder das Dachmaß eingeben?+
Entscheidend ist das gewünschte Außenmaß des Dachs. Das muss nicht exakt dem vorhandenen Terrassenbelag entsprechen.
Was mache ich bei einer schiefen Hauswand?+
Messen Sie an mehreren Punkten und senden Sie Fotos. Bei auffälligen Abweichungen sollte die Einbausituation vor Fertigungsfreigabe technisch geklärt werden.
Kann BEK meine Maße anhand von Fotos prüfen?+
Fotos ersetzen kein echtes Maß, helfen aber sehr bei der Plausibilitätsprüfung. Nutzen Sie dafür unseren kostenlosen Foto-Check und schreiben Sie die gemessenen Werte dazu.